Das Klinikum im Wandel
Das heutige Klinikum kann auf eine über 130-jährige Tradition zurückblicken: Im Jahre 1872 wurde das erste Krankenhaus für den Kreis Hersfeld eingeweiht. Damals thronte es allerdings noch nicht auf dem Wendeberg, sondern lag nördlich des Bahnhofs in der Friedloser-Straße: Das heutige Landratsamt beherbergte für mehr als 100 Jahre das Kreiskrankenhaus.
Der Bau des 50-Betten-Hauses kostete damals die stattliche Summe von 275.000 Taler und genügte ein halbes Jahrhundert lang der medizinischen Versorgung von Stadt und Kreis. Steigende Bevölkerungszahlen machten erstmals 1927 eine Erweiterung notwendig. Zehn Jahre später musste dann erneut aufgestockt werden und bis in die 50er Jahre hinein entstand ein Flickwerk aus An- und Umbauten sowie angegliederten Gebäuden im Stadtgebiet.
Deshalb wurde 1956 auf dem damals noch fast unbebauten Wendeberg der Grundstein für ein modernes, großzügiges Kreiskrankenhaus gelegt. Im Jahre 1959 nahm es seinen Betrieb auf und bis 1961 waren die letzten Teilabschnitte fertiggestellt. Schwesternwohnheim und Schwesternschule erwiesen sich schon nach zehn Jahren als zu klein und so entstand 1971 der Neubau des „Lehrinstituts für Gesundheitsberufe“.
Die Wandlungen im medizinischen Bereich machten in den 80er Jahren mehrere Erweiterungsbauten notwendig – ein neuer Funktionstrakt und ein neues Bettenhaus sorgten für zusätzlichen Raum.
Der bislang letzte größere Anbau, der auch die Ansicht des Klinikums von der Stadt her grundlegend veränderte, ist das neue Bettenhaus-Süd und der Neubau der Psychiatrie. Letztere wurde 2004 eingeweiht, das Bettenhaus Süd nimmt 2006 seinen Betrieb auf.






