Neurochirurgie: Operationen im zerbrechlichen Haus der Seele.

[William Shakespeare im Königsdrama „King John“ im fünften Akt, in der neunten Szene: Prinz Heinrich sagt: „….sein reines Gehirn, welches einige für das zerbrechliche Haus der Seele halten . . .“.]

Die Neurochirurgie gehört zu den jüngeren Fächern der Medizin (in Deutschland erst seit 1934 selbständiges Fach). Nach der Abnabelung von ihrer chirurgischen Mutter hat die Neurochirurgie maßgeblich die Entwicklung innovativer mikrochirurgischer Operationsverfahren vorangetrieben, die heute auch in anderen operativen Fächern ihre Anwendung finden.

Neurochirurgen behandeln vorwiegend Wirbelsäulen-Erkrankungen, Hirntumore, zusammen mit anderen Geschwülsten an Rückenmark, und Erkrankungen der peripheren Nerven. Die vielfältigen Engpaßsyndrome peripherer Nerven haben hohen Anteil am gesamten Krankengut des Faches Neurochirurgie. Nicht zuletzt gehört zum Fach die Versorgung neurotraumatologischer Patienten, hier müssen sowohl Verletzungen am Schädel oder im Bereich des Gehirns wie wirbelsäulennahe und Rückenmarksbezogene Verletzungen behandelt werden. Auch die traumatischen Läsionen peripherer Nerven zählen zum neurotraumatologischen Bereich.

Unter dem Begriff der "Mikro-Neurochirurgie" versteht man das Bestreben, eine maximale Effektivität der operativen Behandlung unter minimaler Belastung des Patienten zu erreichen.

Minimal invasive Mikro-Neurochirurgie bedeutet nicht nur einfach kleinere Hautschnitte oder Schädelöffnungen. Hinter dem Begriff verbirgt sich vielmehr eine umfassende patientenorientierte Behandlungsstrategie, deren vornehmliches Ziel es ist, jede Erkrankung individuell und damit auf den jeweiligen Patienten optimal abgestimmt zu behandeln. Die minimal invasive Strategie umfasst daher:

  • Indikationsstellung und Diagnostik
  • individuelle Operationsplanung
  • Einsatz modernster Technologie
  • patientenangepasster Krankenhausaufenthalt

Die Indikation (Notwendigkeit) zu einer Operation wird im Sinne einer Nutzen/Risiko-Analyse gestellt. An Hand der Art und der Lokalisation der Erkrankung kann der Neurochirurg die Möglichkeiten und den Nutzen, aber auch das Risiko einer Operation abschätzen. Nur in Zusammenschau all dieser Faktoren, lässt sich das individuelle Risiko für den Patienten realitätsnah vorhersagen. Richtungsweisend für das operative Vorgehen ist daher neben der exakten Erfassung der Beschwerden und des neurologischen Zustandes des Patienten eine hochdifferenzierte neuroradiologische Diagnostik (CT, MRT, Angiographie etc.). Nur wenn das so abgeschätzte Risiko der Operation geringer ist als der zu erwartende Nutzen, kann die Operation empfohlen werden.




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