Ungefähr 200 000 Menschen in Deutschland haben ein Aorten-
aneurysma, eine krankhafte Erweiterung der Hauptschlagader. Die meisten Erkrankten sind Männer über 60 Jahre. Vielen ist davon nichts bekannt. Eine wirkliche Gefahr besteht durch die Erweiterung der Hauptschlagader aber erst, wenn der Durchmesser von fünf Zentimetern erreicht oder überschritten wird. Der Endabschnitt der Aorta in der Bauchhöhle ist am häufigsten betroffen.
Wenn ein Aortenaneurysma erst einmal geplatzt ist, sind die Überlebenschancen sehr gering. Bevor rechtzeitig eine geeignete Klinik erreicht wird, die eine Notfalloperation vornehmen kann, ist häufig bereits der Durchblutungstod eingetreten.
Die rechtzeitige Erkennung und operative Ausschaltung eines Aortenaneurysmas sollen das verhindern. Je nach Lage und Beziehung zu anderen organversorgenden Blutgefäßen ist eine operative Behandlung durch schonendere Einpflanzung von Stentprothesen über die Leistenschlagader oder aber durch offene Operation mit Bauchschnitt möglich.
Beide Verfahren können heute mit hoher Eingriffssicherheit vorgenommen werden. Die Verbesserung der Stentprothesen in den vergangenen Jahren lässt es zu, dass die Mehrzahl der Betroffenen heute durch das schonendere Verfahren behandelt werden kann.
Ob ein Aortenaneurysma im Bauchraum vorliegt, ist durch eine Ultraschalluntersuchung festzustellen. Die Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie veranstaltet deshalb bundesweit den zweiten Screeningtag zur Erkennung des Aortenaneurysmas, an dem sich die Klinik für Gefäßchirurgie am Klinikum Bad Hersfeld beteiligt.
Am Sonnabend, 7. Mai, findet im Hörsaal 1 des Klinikums Bad Hersfeld ein kurzer Vortrag zum Thema statt. Ab 10.40 Uhr bis 13.00 Uhr wird das Screening durch Ultraschalluntersuchung der Bauchaorta in den Räumen der gefäßchirurgischen Ambulanz angeboten.
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