Schlaflabor

AKTUELLE MELDUNG: Wegen der Corona-Pandemie wird die Schlaflabortätigkeit derzeit bis auf unbestimmte Zeit ausgesetzt. Diese Maßnahme dient der allgemeinen Sicherheit. Wir bitten um Verständnis.

Schnarchen ist ein nächtlicher Störfaktor, der einem jeden bekannt sein dürfte – insbesondere demjenigen, der neben einem Schnarchenden versucht einzuschlafen. Seit längerem ist im Zusammenhang mit starkem Schnarchen bekannt, dass dabei Atemaussetzer während des Schlafes zu einer teils beträchtlichen Minderversorgung des Organismus mit Sauerstoff führen können (sog. Schlaf-Apnoe-Syndrom, SAS). Das hierdurch erhöhte Risiko für die Entwicklung von Bluthochdruck sowie für das Auftreten von Herzinfarkt und Schlaganfall ist mittlerweile wissenschaftlich belegt. Die Feststellung eines SAS mit anschließender, dem Schweregrad angepasster Therapie spielt daher heute eine wesentliche Rolle im Rahmen der allgemeinen Präventivmedizin.

Unsere Klinik verfügt über einen modernen Schlaflabor-Diagnostikplatz zur Beurteilung von schlafbezogenen Störungen der Atmung (sog. Polysomnographie). Nach einer ersten, ambulanten Screening-Untersuchung (sog. MESAM) über eine Nacht im heimischen Umfeld wird abhängig vom Untersuchungsergebnis das weitere Vorgehen geplant:

Bei Schnarchen ohne krankhafte Anzahl von Atemaussetzern und damit keiner Bedrohung durch o.g. Folgeerkrankungen (sog. habituelle Rhonchopathie), wird – nur bei Behandlungswunsch des Betroffenen – eine adäquate, schnarch-mindernde Intervention vorgeschlagen. Besteht jedoch Anhalt für das Vorliegen eines SAS, schließt sich eine stationäre Polysomnographie über 2 Nächte in unserem Schlaflabor an. Das Hauptaugenmerk bei der Auswertung liegt auf der Erkennung eines sog. obstruktiven SAS (OSAS), dessen Ursachen im oberen „HNO-Anteil“ der Atemwege liegen. Für geringgradige Fälle eines OSAS bieten wir alle gängigen, HNO-heilkundlichen Therapieoptionen an (z.B. UPPP, LAUP, RAUP, Nasenseptumplastik, Nasenmuschelreduktion). Bei höhergradigem OSAS ist die individuelle Anpassung einer Atemmaske über der Nase (nasale CPAP-Maske) angezeigt, die während des Schlafens getragen wird. Diese schient durch einen Überdruck, der für jeden Patienten seinen Beschwerden entsprechend von uns eingestellt wird, die oberen Atemwege und verhindert damit deren Kollaps.