Das Kniegelenk – Stabilität bei jedem Schritt

Das Kniegelenk trägt uns durch den Alltag, gibt Halt beim Gehen, Stehen und Treppensteigen und ist bei jeder Bewegung stark belastet. Umso einschneidender sind Schmerzen oder Einschränkungen im Knie – sie können Mobilität, Sicherheit und Lebensqualität deutlich beeinträchtigen.

Je nach Ursache und Ausprägung der Beschwerden stehen unterschiedliche Behandlungswege zur Verfügung. Ziel ist es immer, Schmerzen zu lindern, Beweglichkeit zu erhalten und das Kniegelenk so lange wie möglich zu schützen.

Wenn das Knie Beschwerden macht
Knieprobleme können sich ganz unterschiedlich äußern. Häufig berichten Patientinnen und Patienten über:

  • Schmerzen im Knie, belastungsabhängig oder dauerhaft
  • Einschränkungen der Beweglichkeit
  • Blockierungen oder „Einklemmungsgefühle“
  • Unsicherheit oder Instabilität beim Gehen

Bleiben diese Beschwerden trotz Schonung und Krankengymnastik bestehen, ist eine genauere Abklärung sinnvoll.

Schonende Abklärung und Behandlung: die Arthroskopie
Eine bewährte Methode zur genauen Untersuchung und Behandlung des Kniegelenks ist die Kniegelenkspiegelung (Arthroskopie). In unklaren Fällen wird die Diagnostik zuvor durch eine Kernspintomographie (MRT) ergänzt.

Mit der Arthroskopie können Schäden an Menisken oder Bändern gezielt behandelt werden. Das ist besonders wichtig, da unbehandelte Verletzungen bei gleichbleibender Belastung häufig zu einem vorzeitigen Gelenkverschleiß (Arthrose) führen. Der Eingriff erfolgt minimalinvasiv, also mit kleinen Hautschnitten und möglichst geringer Belastung für das umliegende Gewebe.

Das eigene Kniegelenk erhalten: gelenkerhaltende Umstellungsoperation
Vor allem bei jüngeren, aktiven Menschen spielen Fehlstellungen der Beinachse eine wichtige Rolle. O- oder X-Beine führen dazu, dass das Knie ungleichmäßig belastet wird und sich der Knorpel auf einer Seite schneller abnutzt.

Je nach betroffener Gelenkseite erfolgt die Korrektur durch eine sogenannte Umstellungsosteotomie am Schienbein oder am Oberschenkel. Dabei wird der Knochen gezielt durchtrennt, in die richtige Position gebracht und mit einer stabilen Titanplatte fixiert.

Alle Achskorrekturen führen wir computergestützt und navigationsunterstützt durch. Ziel dieser gelenkerhaltenden Operation ist es, die gesunde Gelenkseite zu entlasten, Schmerzen zu reduzieren und das Fortschreiten des Gelenkverschleißes möglichst lange zu bremsen.

Wenn andere Maßnahmen nicht mehr ausreichen: das künstliche Kniegelenk
Sind die Schmerzen trotz aller konservativen und gelenkerhaltenden Maßnahmen nicht mehr beherrschbar und schränkt eine fortgeschrittene Arthrose den Alltag deutlich ein, kann ein künstlicher Kniegelenkersatz notwendig werden. Alle Informationen zum Einsatz eines künstlichen Kniegelenks in unserem Endoprothetikzentrum finden Sie hier.