Was ist Psychosomatik?

Die Psychosomatik ist ein Fachgebiet der Medizin, das sich mit den Wechselbeziehungen zwischen seelischen Vorgängen („Psycho“) und körperlichen („Soma“) Prozessen beschäftigt. Heute weiß man, dass einer Vielzahl von körperlichen Beschwerden seelische Ursachen zu Grunde liegen. Z.B. können sich auch schmerzhafte Konflikte, die nicht immer bewusst sind, im Körper niederschlagen. Ferner kommt es bei körperlichen Erkrankungen zu seelischen Beeinträchtigungen.

In der Psychosomatischen Medizin und Psychotherapie geht es um die Erkennung, psychotherapeutische Behandlung, Prävention (Vorsorge) und Rehabilitation von Krankheiten und Leidenszuständen, an deren Verursachung psychosoziale Faktoren einschließlich dadurch bedingter körperlich-seelischer Wechselwirkungen maßgeblich beteiligt sind. In der Psychosomatik werden nicht nur Symptome behandelt, sondern der gesamte Lebenshintergrund eines Menschen wird erfasst, negative und hemmende Einflüsse festgestellt, positive und Ressourcen aktivierende Wirkfaktoren gefördert. Es kommt zu einer Verbesserung der persönlichen Beziehungsgestaltung, der Mentalisierungsfähigkeit, der Selbstwertregulation und anderer persönlichkeitsstruktureller Aspekte, um eine nachhaltige Veränderung zu erreichen.